Bundesparteitag 2009 in Dresden (1)

Bundespolitik


Karl-Heinz Gräßle beim Bundesparteitag in Dresden

Ich war dabei, bin begeistert und motiviert

Gemeinsam die SPD wieder zu neuer Stärke führen. Dresden hat gezeigt: Wir können das schaffen!

Der Parteitag war der Aufbruch, ein gelungener Neuanfang. Nicht mehr und nicht weniger. Den enormen Vertrauensvorschuss bei seiner Wahl zum Parteivorsitzenden muss sich Sigmar Gabriel erst noch verdienen. Dafür will er hart arbeiten.

Aber wir sollten uns auch nichts vormachen: Eine neue Parteispitze allein reicht nicht für den Aufbruch.

(Bilder vom Parteitag findest du hier bei flickr!)

Die eigentliche Arbeit kommt jetzt - auf uns alle in der SPD. Denn Dresden hat auch gezeigt: Zu neuer Stärke kommen wir nur, wenn alle mit anpacken, sich beteiligen, wenn wir hart an der Sache diskutieren und dabei unsere gemeinsamen Ziele und Werte in Blick behalten. Das wird anstrengend, aber es lohnt sich.

Offen und ungeschminkt waren die Diskussionen auf dem Parteitag, es wurde dort über Fehler der Vergangenheit gesprochen, aber vor allem auch über unsere Aufgaben in der Zukunft. Dass wir eine streitbare Partei sind, ist nicht neu. Aber Dresden war doch anders. Wer dabei war, hat es deutlich gespürt. Die oft unversöhnliche Härte, mit der bei uns manchmal politische Debatten personell ausgetragen werden, war so nicht da. Es ging um die Sache und an diesem innerparteilichen Umgang sollten wir festhalten. Das
bringt uns nach vorn. Respekt untereinander ist zusätzlich wichtig, um auch außerhalb der Partei wieder positiver wahrgenommen zu werden.

Es gibt jetzt also viel zu tun. Sie SPD hat sich in Dresden drei zentrale Aufgaben vorgenommen:

Erstens, wir müssen die Partei nach innen öffnen und die Mitglieder stärker beteiligen. Wie das gehen kann, haben Andrea Nahles und Sigmar Gabriel - so berichteten sie - auf den vielen Regionalkonferenzen schon vor dem Parteitag erlebt. In anderthalb Wochen haben sie mit insgesamt 6.000 Genossinnen und Genossen diskutiert. Die waren nicht verzagt und nicht mutlos. Klar haben die kritisiert, aber sie wollen auch wieder raus, sie wollen, dass die SPD wieder stärker wird. Wir wollen auch engeren Kontakt zu unseren erfolgreichen Kommunalpolitikerinnen und –politikern. Und wir wollen künftig jährlich auf einem Bundesparteitag unsere Inhalte diskutieren.

Die zweite Aufgabe ist, uns nach außen zu öffnen, unsere Nervenenden in die Gesellschaft zu stärken: Gespräche mit den Vereinen vor Ort führen, mit Initiativen, mit den Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen und vielen mehr. Das sollten wir auf allen Ebenen tun. Vom Ortsverein bis zum Parteivorstand.

Drittens geht es darum, programmatisch drei Ziele überzeugend miteinander zu verbinden: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Sicherheit und ökologische Verantwortung. Dabei orientieren wir uns weder an Koalitionsoptionen, noch an vermeintlich soziologischen Kategorien wie der so genannten politischen Mitte. Denn die Mitte ist kein festgefügter Ort. Wer die Deutungshoheit für die Lösung politischer Probleme erringt, ist in der Mitte der Gesellschaft. Unsere Werte und Ziele sind dafür die
richtige Grundlage.

Das alles können wir aus eigener Kraft schaffen. Gemeinsam und solidarisch. Wir stehen noch am Anfang.

Karl-Heinz Gräßle (Text z.T. aus dem Brief von Sigmar Gabriel)

 
 

Kommentare

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Bilder von Karl-Heinz bei flickr

Danke Karl-Heinz für die Bilder. Sie vermitteln wirklich einen tollen Eindruck von einem tollen - hoffentlich später einmal als historisch bezeichneten - Parteitag!

Autor: Timo Steinhilper, Datum: 24.11.2009


 

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