Besuch im Badischen Landesmuseum im Karlsruher Schloss

Veröffentlicht am 31.12.2011 in Arbeitsgemeinschaften

SPD–Senioren der AG 60+ Pforzheim und Enzkreis auf Geschichtstour

Am Anfang des von einer sachkundigen Museumführerin begleiteten Rundgangs werden Gemälde, Zeichnungen und Gegenstände gezeigt, die an die Erhebung des Volkes in Baden für eine deutsche Republik im Frühjahr 1848 erinnern. Leider endete ein entscheidendes Gefecht bei Kandern mit einer Niederlage der Aufständischen. Auf eine deutsche Republik mussten wir noch 100 Jahre warten.

Das Schloss der Großherzöge in Karlsruhe wurde im vergangenen Kriege total zerstört. Deshalb sind auch keine Gegenstände der originalen Inneneinrichtung mehr zu sehen. Alles, was an originalen Stücken gezeigt wird, und das ist viel, wurde außerhalb der Schlossmauern gesammelt und für das Museum zur Verfügung gestellt.

Ein kostbarer Intarsientisch, eine Kinderwiege – eigentlich ein Kunstwerk, kein Gebrauchsgegenstand -- , ein kunstvoll ornamentierter Ofenschirm, alle etwa aus dem Jahre 1800, werden gezeigt, ebenso schöne Schränke, Fehlstellen infolge schlechter Holzstruktur wurden kunstvoll übermalt.

Ein vollständiges Zimmer aus dem Biedermeier strahlt großbürgerliches Selbstbewusstsein aus und ist ein Besuchermagnet für das Museum. Diverse handwerklich reich verzierte Truhen erzeugen Bewunderung, Die vollständige Inneneinrichtung eines Krämerladens aus dem Jahr 1822 versetzt unsere Besucher in Erstaunen – nicht zuletzt auch künstlerisch bemalte große Kaffeedosen.

Karlsruhe liegt am Schwarzwald, so dürfen Bollenhüte und Hochzeitskronen im Original nicht fehlen. Ein erhalten gebliebenes Plakat kündet von einer Spinnerei–Ausstellung im Jahre 1903, die von Großherzogin Luise (1838 – 1923) gefördert wurde. Uhren aus dem Schwarzwald im 19. Jahrhundert künden von handwerklichem Können, Eisenguss spielte damals konstruktiv eine große Rolle. Die Manufakturen lebten aber auch von der körperlichen Arbeit der Frauen, die in ihrer Situation nicht glücklich waren, weil gravierende soziale Probleme entstanden.

Ein repräsentatives Großgemälde von einem Trachtenumzug beschließt den Museumsrundgang.

Ein gepflegtes Restaurant im Zentrum der Fächerstadt war zu Mittag genau das Richtige. So konnte an Leib und Seele gestärkt unsere Reisegruppe den Weihnachtsmarkt „erobern“. Das war der Abschluss eines gelungenen und schönen, aber auch lehrreichen Tages.

 

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