Die Freitagspost: Ein neues Jahr, Gewalt in der Silvesternacht und die Sternsinger

Veröffentlicht am 06.01.2023 in Woche für Woche

In der heutigen Freitagspost schreibt Daniel Born über die Gewalt in der Silvesternacht und die Folgen, die daraus für unsere Gesellschaft entstehen.

Wir sind gemeinsam in ein neues Jahr gestartet. Nun liegt das Buch mit den leeren Seiten vor uns. Es liegt an jeder und jedem, wie es gefüllt wird. Natürlich schreibt jede und jeder seine und ihre eigenen Geschichten – aber die besten sind doch die, wo mit Gemeinschaft und Zusammenhalt etwas gelingt.

Die Polizistinnen und Polizisten, die Feuerwehrfrauen und –männer, die Mitarbeiter*innen der Hilfs- und Rettungsorganisationen zeigen jeden Tag, was gelingt, wenn man gemeinsam anpackt: Nämlich dass wir alle sicher und gut leben können. Dass Menschen geholfen wird. Und dass unser Staat funktioniert.

Es hat mich zutiefst erschüttert, als ich am 1. Januar in den Nachrichten die Bilder von der Silvesternacht gesehen habe. Aber seien wir ehrlich: Auch wenn diese Eskalation unfassbar war, wissen wir seit Jahren, welchen Anfeindungen, Respektlosigkeiten und Gewalttaten unsere Mitbürger*innen in Blaulichtberufen ausgesetzt sind.

Auch hier liegen nun leere Seiten vor uns und wir können entscheiden, wie wir diese Gewalt gegen unseren Staat beenden wollen und klare Kante zeigen. Einzelne haben diese Nachrichten sofort genutzt um gegen Menschen mit Migrationshintergrund herzuziehen. Um ihre üblichen rassistischen Theorien loszuwerden. Diese billige Masche lehne ich ab.

Man darf sich nicht damit abfinden, dass eben am 30. April, an Halloween oder an Silvester Menschen, die für unseren Staat arbeiten, beschossen und bekriegt werden. Das bedeutet für Politik aber, sie muss über die Ansätze reden, die das beenden können.

Ich will, dass wir ernsthaft dieses Problem lösen. Ich will, dass der Rechtsstaat hier mit aller Härte vorgeht. Dass es eine eindeutige Ansage gibt: Euch Chaoten gehört die Stadt nicht. Ja, das verlangt Rückendeckung und Unterstützung für Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizei. Und weil ich davon überzeugt bin, dass Perspektivlosigkeit zwar nichts entschuldigt, aber doch manchmal eine Ursache ist: Ja, es braucht auch mehr Bildung, mehr Streetwork und mehr Quartiersarbeit.

Foto der Woche: Es ist klasse, wie viele Kinder und Jugendliche sich jedes Jahr bei der Sternsingeraktion für andere Kinder engagieren. Gestern habe ich die Sternsinger im Landtag begrüßt.

Foto der Woche: Es ist klasse, wie viele Kinder und Jugendliche sich jedes Jahr bei der Sternsingeraktion für andere Kinder engagieren. Gestern habe ich die Sternsinger im Landtag begrüßt.

Homepage Daniel Born MdL – Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg