„Lieber Danyal, bitte beende diesen Quatsch“ / Rokokotheater: Daniel Born schreibt an Finanzminister

Veröffentlicht am 30.11.2022 in Wahlkreis

Schwetzingen. Landtagsabgeordneter Daniel Born (SPD) hat sich im Streit um die Umbenennung des Rokokotheaters mit einem eindringlichen Brief an Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) gewandt. „Ich bin nicht nur in großer Sorge wegen der geplanten und falschen Umbenennung, sondern auch darüber, dass dieser Streit dem weltweiten Ruf unseres Theaters, des Schlosses und der Stadt schaden kann“, so der in Schwetzingen lebende Abgeordnete.

Für Born ist längst Führung durch das zuständige Finanzministerium angezeigt. „Es zeigt sich, dass hier ein einzelner leitender Verwaltungsbeamter vollkommen Maß und Mitte verloren hat. Wie konnte Herr Hörrmann ohne Diskussion vor Ort und offensichtlich ohne Rücksprache mit der zuständigen Landesregierung so eine weitreichende Entscheidung treffen und wohl mit dem danach erfolgten Druck der Programme auch noch einen finanziellen Schaden verursachen? Es ist an der Zeit, dass dieses Drama auf dem Rücken unseres Theaters beendet wird. Finanzminister Danyal Bayaz muss spätestens jetzt seinen Mann zurückpfeifen.“

Den Brief, in dem Born noch einmal auf den etablierten Ruf des Rokokotheaters eingeht, beendet der Abgeordnete mit den drastischen Worten: „Lieber Danyal, bitte beende diesen Quatsch.“

Born zeigte sich auch überzeugt, dass die Art und Weise, wie die Debatte in den letzten Tagen vonstattengegangen sei, dem Theater schade. „Wenn sich nun mein Kollege Andreas Sturm und Herr Hörrmann abwechselnd Zeitungstitelblätter vors Gesicht halten, besteht die Gefahr einer Provinzposse. Und unser Rokokotheater ist alles andere als Provinz und Posse. Es hat einen weltweit hervorragenden Ruf und seine zahlreichen Opernpremieren haben mit zum demokratischen Diskurs in unserem Land beigetragen“, erläutert Born.

Er gehe davon aus, dass es die geplante Informationsveranstaltung am 13. Dezember nicht brauche. „So einen Disput hätte man am Anfang machen müssen, nicht um nach Wochen eine komplett falsche Vorgehensweise zu erklären. Es kann nicht sein, dass jetzt noch einmal Geld und Zeit investiert wird, damit Herr Hörrmann seinen Fehler korrigieren kann. Diese Korrektur muss durch die Landesregierung erfolgen.“

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