Rebmann und Born zwischen Küche und Tonstudio

Veröffentlicht am 13.12.2019 in Aktuelles

Nicht nur mehrere große, gemütlich eingerichtete Räume und ein Tischkicker machen das Jugendhaus Eppelheim zu einem einladenden Ort für Jugendliche.

Eppelheim. Das vom Postillion geführte Jugendhaus bietet unter anderem auch eine Küche, in der immer wieder gemeinsam gekocht wird, und sogar ein Tonstudio, in dem die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Der Mitarbeiter Bryan Vit ist selbst bekennender Musiker und sieht mehr als einen bloßen Zeitvertreib in den musikalischen Projekten: „Sie lernen, zusammen zu agieren, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen und als Team zu arbeiten. Außerdem braucht es ein umfangreiches Wissen, um mit den einzelnen Geräten richtig umgehen zu können. Eigeninitiative und Ehrgeiz sind also auch gefragt“.
 

Landtagsabgeordneter Daniel Born und Bürgermeisterin Patrizia Rebmann zeigen sich begeistert von dieser Möglichkeit für die jungen Leute, dennoch übertrumpft die Freude über den bereitstehenden Tischkicker diese Begeisterung noch. In einer flotten Partie mit den beiden SPD-Stadträtinnen Renate Schmidt und Annika Wesch wird gescherzt und gelacht.

Anschließend nehmen alle auf den gemütlichen Sofas für ein informatives Gespräch Platz. Kirsten Erbach, die Leiterin des Jugendhauses zeigt sich erfreut über das Interesse an ihrem Zentrum und es entsteht in kurzer Zeit ein informativer Austausch.

Erbach lobt die Gemeinschaft der Jugendlichen vor Ort, sieht aber auch einige Probleme der Jugendarbeit auf sich zukommen: „Das Jugendhaus ist ein toller Ort für die Eppelheimer Jugend, hier können sie zusammenkommen und die gemeinsame Freizeit genießen. Dennoch besteht in den Räumlichkeiten Renovierungsbedarf und wir würden uns auch einen besser hergerichteten Außenbereich wünschen“. Die Räume böten zwar ausreichend Platz, doch gerade in den warmen Sommermonaten solle der Aufenthalt an der frischen Luft möglich sein.

„Ich sehe die Jugendarbeit als einen ganz wichtigen Bestandteil der Lokalpolitik, schließlich geht es darum unsere Zukunft in die Gesellschaft einzubinden und sie nicht durch Vorurteile und Ablehnung abzukoppeln. Die Arbeit, die das Team leistet, ist für unsere Stadt von großem Wert und ich schätze die Zusammenarbeit. Wir wollen schließlich eine Gemeinschaft bilden“, erläutert Rebmann.

Eine Zusammenarbeit, die auch gerade im Hinblick auf die Mobile Jugendarbeit ein wichtiger Punkt ist. Wesch steht den Anstrengungen, die in der Mobilen Jugendarbeit unternommen werden, sehr positiv gegenüber. Sie kann gut nachvollziehen, dass junge Leute auch ihren Freiraum brauchen und nicht immer in einem Jugendhaus sitzen möchten. „Manchmal möchten junge Leute auch einfach allein unter sich sein oder gemeinsam einer bestimmten sportlichen Tätigkeit nachgehen, die in einem Zentrum einfach nicht möglich ist. Die Jugendarbeit, die da geleistet werden muss und auch geleistet wird ist enorm. Mehr Unterstützung in diesem Bereich ist definitiv wünschenswert“, so Wesch.

Born interessierte sich unter anderem für die Anbindung des Jungendzentrums. Mit seiner Frage, ob die etwas abgelegene Lage des Hauses, auch ein Angstthema wäre, traf er einen weiteren Punkt, den Erbach und ihr Team angehen wollen. „Gerade die Mädchen äußern immer wieder ihre Bedenken, wenn sie in der Dunkelheit zurück nach Hause laufen müssen. Das Gelände um das Jugendzentrum ist schlecht beleuchtet und nicht besiedelt“, so Erbach. Stadträtin Renate Schmidt konnte hier positiv berichten: „Eine Umgestaltung des Geländes um das Jugendzentrum ist bereits geplant. Neben einem Spielplatz soll auch ein kleiner Park mit Sitzbänken und ordentlicher Beleuchtung entstehen.“ Eine Aussicht, die die Anwesenden äußerst positiv stimmte. So bunt wie die Räumlichkeiten des Jugendhauses waren auch der gemeinsame Austausch und die diskutierten Themen.

Renate Schmidt gibt in der Runde einen zeitlichen Abriss über die Startjahre des Jugendzentrums und die stetige Unterstützung durch den Stadtrat. „Jugendpolitik ist entscheidender Teil der Kommunalpolitik.“ unterstreicht die Kreisrätin ihren politischen Einsatz.

„Wie wichtig die Arbeit mit den Jugendlichen wirklich ist, wird mir bei solchen Besuchen immer wieder deutlich. Als Abgeordneter bin ich unter Anderem im Ausschuss für Jugend. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen Platz für unsere jungen Leute zu schaffen und ihnen allen die Chance zu geben, ihren eigenen Weg zu gehen. Dazu gehört auch gute Bildung. Sie ist wichtig für unsere Kinder und Jugendlichen. Gute Bildung kann aber nur funktionieren, wenn die jungen Leute nicht das Gefühl haben nicht erwünscht zu sein und Ablehnung erfahren. Deshalb freue ich mich immer mit den Teams der Jugendzentren und den Jugendlichen selbst in Kontakt zu kommen und persönlich zu sehen, was gerade von Interesse ist, wo der Schuh drückt und was die jungen Leute beschäftigt“, stellt der Wahlkreisabgeordnete abschließend fest.

 

Homepage Daniel Born

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