Rücknahme des Förderantrags für das Lehrschwimmbecken

Veröffentlicht am 16.11.2021 in Gemeinderatsfraktion

Wir berichteteten, dass die Stadt Heimsheim die Genehmigung erhalten hatte, eine Förderantrag über die Fördersumme in Höhe von 1,2 Mio. Euro, für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens zu stellen. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderats wurde leider entschieden, den Förderantrag zurückzuziehen.

Dies bedauern wir sehr. Unserer Meinung nach hätten, wir alles in Bewegung setzen sollen, das Fördergeld zu erhalten bzw. zu erhöhen. Auch das Erfragen eines weiteren zeitlichen Aufschubs wäre für uns eine Option gewesen (aktuelle Abgabe der neu ausgeschriebenen Architektenleistungen Ende Januar 2022).

Es ist unverschämt, dass es seitens der Förderstellen, immense Forderungen und zeitlichen Druck gibt diese Summen überhaupt beantragen zu können, was zu nicht ausgeschöpften Fördertöpfen führt.

Wir hoffen sehr, dass der Konsens über die Wiederbelebung des Lehrschwimmbeckens im Gemeinderat auch nach erneuter Planung und ohne die Fördersumme erhalten bleibt. 

Statement von Hannah Hensler bzgl. des Erhalt des Lehrschwimmbeckens, Montag 15.11.2021

Wir sind der Meinung, so wie wir für "Rettungshubschrauber Christoph 41“ kämpfen, so müssen wir auch für den Erhalt unseres Lehrschwimmbeckens kämpfen.

Alle Kinder - egal in welchen Familien sie aufwachsen - sollen die Chance haben schwimmen zu lernen.
Und wenn wir das Projekt "Heimsheimer Lehrschwimmbecken" finanziell nicht alleine stemmen können, dann müssen wir überlegen, wo wir PartnerInnen finden können.

Folgende Möglichkeiten könnte es geben um Fördersumme zu erweitern:

  • kann uns ein Crowd-Funding Projekt helfen? Es gibt auch kommunale Crowd–funding Plattformen
  • Kann uns eine Investitionsgesellschaft helfen?
  • Sollen wir, der Gemeinderat - wie beim Anti-Windkraft Projekt wieder in die Gemeinderäte unserer Schul-Nachbargemeinden (Neuhausen, Tiefenbronn, Friolzheim, etc.) gehen?
  • Wie kann die Schule, der Förderverein, helfen?
  • Wir müssen uns an alle Bevölkerungsgruppen wenden, die von einem Schwimmbad profitieren können, zB an die Senioren, wo dann das Thema Barrierefreiheit wieder ins Spiel kommt, welches einfach Sinn macht, auch bei der Stellung von Förderanträgen!
  • Unter anderem beim Thema Inklusion gibt es über die Aktion Mensch Unterstützer und finanzielle Hilfen
  • Können wir Infos vom DLRG bekommen?

Dass eine Sanierung möglicherweise nicht wirtschaftlich ist, ist nachvollziehbar, bei der Suche nach einem geeigneten Ort eines Neubaus wäre die stadteigene Fläche bei der Stadthalle denkbar (Beachvolleyballfeld, geplante Skateranlage und Vereinsgelände).

Wir müssen wirklich alles Mögliche tun, um unser Lehrschwimmbecken zu erhalten bzw. neu zubauen.
Wenn alle Kommunen so denken würden, dass ein Schwimmbad zur Kür und nicht zur Pflicht gehört, lernen die Kinder von heute und morgen nicht mehr schwimmen…

Wir dürfen die 1,2 Mio. nicht verstreichen lassen, sondern müssen schauen wie wir mehr daraus machen können, mit viel Öffentlichkeitsarbeit über zB eine erweiterte Projektgruppe.
Eine Verschuldung für diesen Zweck wäre für uns auch gerechtfertigt.
Dieses Projekt ist sicher nicht nur ein Anliegen der SPD, sondern auch von sehr vielen Heimsheimern.

 

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