SPD-Bildungsinformationstag in Keltern

Veröffentlicht am 14.11.2012 in Ortsverein

(Vordergrund v.l.) Uwe Hück, Bgm. Pfeifer, Hermann Baethge

Ausbildungsbörse mit Unternehmen, der Agentur für Arbeit, weiterführenden Schulen, Hochschulen u.v.m.

Weniger reden, mehr und besser handeln, das ist ein Leitsatz der SPD-Ortsvereine. Der SPD-Ortsverein Keltern hat es vorgemacht, diesen Satz in die Tat umzusetzen: Die Industrie klagt über Facharbeitermangel. Wir tun etwas dagegen. Wir haben eine hervorragende Jugend, viele, viele junge Leute, die zur Tat drängen. Bloß, was und wo? Wir beantworten diese elementaren Fragen. Das sagte sich der OV Keltern und so entstand der SPD-Bildungsinformationstag, der dieses Jahr zum dritten Mal in Folge stattfand.

Etwa zwanzig Unternehmen der Region, davon die meisten Mittelständler, präsentierten sich in den Räumen der Johannes-Kepler-Schule in Keltern-Ellmendingen mit einem Team aus den Reihen ihrer Mitarbeiter, mit attraktiv gestalteten Ständen, mit beispielhaften Objekten aus ihrer Produktion, an denen junge Menschen anschaulich erkennen konnten, was sie lernen können und was sie leisten können, wenn sie als Auszubildende oder Mitarbeiter in diesen Unternehmen lernen und arbeiten, ein Angebot vorzugsweise für solche mit Abschlüssen von Werkrealschulen und Realschulen.

Zur Ausbildung gehört aber auch dazu, dass für helle Köpfe und fleißige Hände auf dem Weg nach vorn und nach oben keine unnötigen Hürden aufgebaut werden. Das meinten Gäste aus NRW: „Daher haben wir als Absolventen und Freunde der Fern-Universität in Hagen (Westf.) uns zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr erstmalig auch in Keltern die Fern-Universität (staatl. wissenschaftliche Hochschule des Landes Nordrhein-Westfalen) ins Licht zu rücken.“ Diese beschreitet seit mehr als dreißig Jahren neue Wege. Sie bietet ihre Dienste vor allem für solche an, die das Abitur in der Tasche haben, aber dann, wie weiter? Wer dann Familie hat, vielleicht auch schon ein Kind oder Kinder - die Frau muss mit schaffen, dass ein ausreichendes Familieneinkommen zusammenkommt - , der kann sich nicht in die Hörsäle begeben: er muss Geld verdienen.

Selbstverständlich gibt es auch für Studierende der Fernuniversität
Bafög. Für diesen Typ bildungshungriger und bildungsentschlossener Frauen und Männer bietet sich die Fern-Universität an: beruflich arbeiten und Geld verdienen und zugleich noch einen höheren Bildungsabschluss erreichen: daheim studieren, nur punktuell zu Seminaren und Prüfungen am Hochschul-Standort erscheinen.

Es ist nicht der leichteste Bildungsweg. Jede freie Minute muss sorgfältig geplant werden, aber es geht. Auch Frauen, die durch Kindererziehung und Hausarbeit voll in Anspruch genommen werden, kann die Fern-Uni zu einem vollgültigen, staatlich anerkannten Hochschulabschluss führen, in Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Mathematik, Informatik und Elektrotechnik, Kulturwissenschaften, sowie Bildungswissenschaften, Politik- und Verwaltungswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Philosophie, Geschichte.

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg. Aber der Wille allein nützt zu wenig. Wir brauchen auch Institutionen, die alte Vorurteile abbauen, indem sie neue Wege weisen.

Mit herzlichen Grüßen im Namen des Vorstands des SPD-Ortsvereins Illingen-Schützingen
Hermann Baethge